Projektarbeit in der Bildungslandschaft „lernen voneinander“ zum Thema KINDERRECHTE

Text & Bilder: Emanuelle Gravier (VS Kematen)

Die Bildungslandschaft „lernen voneinander“ (zuvor „Mutig voneinander lernen“) in der Gemeinde Kematen an der Ybbs/NÖ engagiert sich seit 2014 für eine lebensweltorientierte inklusive Bildung in einer heterogenen Gesellschaft. Bildungslandschaft meint im engeren Sinn ein Zusammenspiel von Volksschule, Elternverein, Erwachsenenbildung und Gemeindebibliothek; im weiteren Sinn auch die Vernetzung von Akteuren, die sich für die gelingende Bildung und Ausbildung der ihnen anvertrauten Lernenden einsetzen.

                                              

Schuljahr 2019/20

vskematen#Friedensnobelpreis

vskematen#Friedensnobelpreis war ein ambitioniertes Projekt, das die Mitwirkung von Volksschulklassen, Nachmittagsbetreuung, Gemeindebücherei und Medienzentrum NÖ verband. Es setzte die koordinierte Zusammenarbeit von SchülerInnen schulstufenübergreifend, Volksschullehrerinnen, Sozialpädagoginnen, Bibliothekarin, und Medienpädagoge voraus, die miteinander und in diversen Formen die Kinder und ihre Eltern für die Menschenrechte (darunter die Kinderrechte) sensibilisierten.

Das Projekt vskematen#Friedensnobelpreis zielte darauf ab, SchülerInnen mithilfe von Kinderliteratur, Ausstellung, Theater und Einsatz von digitalen Medien über Kinder- und Menschenrechte zu informieren und sie am Beispiel berühmter FriedensnobelpreisträgerInnen und Umwelt- und FriedensaktivistInnen zum Nachdenken und Agieren anzuregen, um friedliches Miteinander, Bildung, Medienkultur und Umweltschutz zu pflegen. Es erstreckte sich von Januar bis Juli 2020 und erforderte das Engagement der jüngsten (Schulstufen 0-1) und der ältesten Volksschulkinder (Schulstufe 4). Die Schülerschaft bestand zum großen Teil aus mehrsprachigen Kindern, die DaZ- und Leseförderung in der Bildungslandschaft „Lernen voneinander“ erhielten.

Die SchülerInnen der Volksschule Miteinander nahmen ihre Rolle als KinderrechtebotschafterInnen sehr ernst und vernetzten sich, um mit Workshops, öffentlichen Lesungen, Musical Darbietung und Verfilmung des Projekts die Kinder- und Menschenrechte vor einem breiten Publikum zu thematisieren.

In drei Workshops mit nömedia Mostviertel lernten die SchülerInnen vor allem mit digitalen Medien verantwortungsvoll umzugehen und trafen die Auswahl von Sequenzen aus dem Schulalltag, um eine Videopräsentation des Projekts #Friedensnobelpreis zu schneiden.

In weiteren Workshops und im Unterricht lernten sie das Internet für ihre Referate und Präsentationen sinnvoll zu nutzen. Mithilfe von Suchmaschinen für Kinder konnte die mehrsprachige Gruppe beispielweise die Geschichte von Malala Yousafzai erforschen und sich inhaltlich auf die Lesung „Malala für die Rechte der Mädchen“, die sie durchführen würden, vorbereiten. Auch digitale Lesetools kamen in Einsatz und der Projektverlauf wurde auf einer digitalen Pinnwand festgehalten.

Die vernetzte projektartige Arbeit mit Mitwirkenden aus schulexternen Institutionen bot dem Unterricht eine Öffnung nach außen, eine zeitliche Flexibilität mit der Nutzung der Nachmittagsbetreuung und den möglichen Einsatz von außerschulischen Lernorten an, was die Attraktivität des Unterrichts steigerte. Das Projekt und die mit ihm verknüpften Erfahrungen waren sehr präsent in den Kinderköpfen, was eine Kontinuität in der Arbeit ermöglichte. Die Verfilmung und das Erstellen von Endprodukten wie Lesungen und Musical im öffentlichen Rahmen hielten die Motivation der SchülerInnen stets hoch und es wurde in einer eifrigen Atmosphäre gearbeitet.

Link zur Projektchronik: https://padlet.com/e_gravier/51oir20obilf

Link zum Projektvideo: https://www.youtube.com/watch?v=0lV5Z_eV1ag

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