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voneinander und miteinander Sprachen lernen und erleben

voXmi  Puzzle - zwei Personen bauen ein voXmi Puzzle

Voneinander und miteinander Sprachen lernen und erleben – voXmi-Netzwerktreffen am SZU Ungargasse

Publiziert am 23. Oktober 2026 von Voxmi
Veröffentlicht unter Schulzentrum HTL HAK Ungargasse      Verschlagwortet mit vor den Vorhang, Primarstufe, Elementarbildung, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Berufsbildung
Fotos: Gerit Brunner

Am 21. Oktober 2026 fand am Schulzentrum HTL HAK Ungargasse (SZU) in Wien ein voXmi-Netzwerktreffen unter dem Motto „Voneinander und miteinander Sprachen lernen und erleben“ statt. Rund 50 Pädagoginnen und Pädagogen sowie weitere im Bildungsbereich tätige Personen aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland kamen zusammen, um sich über Mehrsprachigkeit und Leseförderung auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam neue Perspektiven für die pädagogische Praxis zu entwickeln.

Den Auftakt bildete die herzliche Begrüßung durch Direktorin Martina Mikovits, die den Gästen einen Einblick in die Besonderheiten des Schulzentrums Ungargasse gab. Dabei hob sie insbesondere den integrativen Charakter des Schulstandorts hervor, an dem Schülerinnen und Schüler mit und ohne Körper- und Sinnesbehinderungen gemeinsam lernen. Inklusion ist am SZU somit nicht nur ein pädagogisches Leitprinzip, sondern gelebter Schulalltag. An diesen Gedanken knüpfte Prof. Danijel Marković in seinen anschließenden Begrüßungsworten an, indem er die gelebte Vielfalt am Schulstandort in den Mittelpunkt stellte. Unterschiedliche Sprachen, kulturelle Hintergründe und individuelle Lebensrealitäten prägen das tägliche Miteinander und machen das SZU zu einem Ort, an dem Vielfalt als Bereicherung verstanden und bewusst gelebt wird.

Dieser Gedanke bildete zugleich eine passende Überleitung zum inhaltlichen Schwerpunkt des Netzwerktreffens: Wie können Mehrsprachigkeit und Leseförderung im Bildungsalltag noch stärker miteinander verbunden und nachhaltig gefördert werden? Zum Einstieg beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, welche Ansätze in der bisherigen Praxis bereits gut funktionieren und wo noch Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Der Austausch machte deutlich, dass Bildungseinrichtungen auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, gleichzeitig aber auch vor gemeinsamen Herausforderungen stehen.

Auf diesen ersten Überlegungen bauten die anschließenden Denkwerkstätten auf, in denen die Teilnehmenden in Arbeitsgruppen konkrete Ideen und neue Ansätze entwickelten. Dabei wurde bewusst über die Grenzen einzelner Bildungsstufen hinausgedacht: Vom Elementarbereich über die Primarstufe bis hin zur Sekundarstufe I und II wurde gemeinsam der Frage nachgegangen, wie sich Lesekompetenz und Mehrsprachigkeit gezielt stärken lassen. Am SZU sind dafür etwa der CLIL-Unterricht oder mehrsprachige Kommunikation in den Übungsfirmen Beispiele für eine gelingende Praxis und für Potenzial. Gerade der Austausch zwischen den unterschiedlichen Bildungsbereichen erwies sich als besonders bereichernd, da er neue Blickwinkel eröffnete und dazu anregte, bewährte Methoden weiterzudenken.

Begleitet wurden die Gespräche und Arbeitsphasen von einer ausgesprochen positiven, offenen und wertschätzenden Atmosphäre. Die Teilnehmenden brachten ihre Erfahrungen engagiert ein, hörten einander zu und entwickelten gemeinsam Ideen. Damit wurde das Motto des Netzwerktreffens auch in der praktischen Zusammenarbeit spürbar: voneinander lernen, miteinander nachdenken und gemeinsam neue Wege entdecken.

Aus den Diskussionen ergaben sich zugleich wertvolle Impulse für die weitere Arbeit. So zeigte sich unter anderem, dass die Förderung des Lesens und Verstehens von Fachtexten auch künftig verstärkte Aufmerksamkeit verdient. Der Umgang mit komplexen und fachsprachlichen Inhalten stellt viele Lernende vor Herausforderungen und bietet zugleich wichtige Ansatzpunkte für eine gezielte sprachliche Förderung. Dieses Thema soll daher neben weiteren Entwicklungsfeldern auch in Zukunft verstärkt in den Blick genommen werden. Die Ergebnisse der Denkstätten bilden dafür eine wertvolle Grundlage und laden dazu ein, die Leseförderung über alle Bildungsstufen hinweg gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das voXmi-Netzwerktreffen am SZU Ungargasse machte eindrucksvoll deutlich, wie viel durch offenen Dialog, gegenseitigen Austausch und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Bildungseinrichtungen entstehen kann. Zugleich zeigte die Veranstaltung, dass Mehrsprachigkeit, Inklusion und Leseförderung keine voneinander getrennten Themen sind, sondern eng zusammenhängen und gemeinsam gedacht werden sollten.

Als Gastgeber freut sich das Schulzentrum Ungargasse, einen Rahmen für diesen bereichernden Austausch geboten zu haben. Was bleibt, sind zahlreiche Anregungen, neue Perspektiven und die gemeinsame Überzeugung, dass sprachliche Vielfalt eine wertvolle Ressource ist, die es zu erkennen, zu fördern und im Bildungsalltag aktiv zu nutzen gilt.

Ein Beitrag von Danijel Marković, SZU