voXmi als Herausforderung für unsere Schüler/innen im Schulschwerpunkt „Angewandte Informationstechnologie“ im Sinne einer individualisierten Begabtenförderung

Als unsere engagierten Oberstufenschüler/innen aus dem Schulschwerpunkt Angewandte Informationstechnologie ihre Bereitschaft bekundeten, voXmi-Schüler/innen aus der Unterstufe bei der Erstellung von Webseiten zu unterstützen, war ihnen zu Beginn noch nicht wirklich bewusst, worauf sie sich dabei wirklich einließen. Denn mit den unterschiedlichen Sprachen, die auf den Webseiten eingebaut wurden, wuchs auch sprunghaft der Bedarf an speziellen Codierungen für die vielen „Sonderzeichen“ in den einzelnen Sprachen. Galt es nämlich bisher nur die deutschen Umlaute und das scharfe ß korrekt auf Webseiten darzustellen, waren es nun plötzlich eine Vielzahl unterschiedlicher Zeichen, die auf ein und derselben Seite vorkamen.

Im Sinne des entdeckenden Lernens versuchten die Schüler/innen dabei selbst praktikable Lösungen für diese Herausforderungen zu finden. So wurden beispielsweise Codetabellen studiert, unterschiedliche Zeichensätze ausprobiert und mit verschiedenen Schriftarten experimentiert. Der Wissenszuwachs war enorm – vor allem deshalb, weil sehr individuell gearbeitet wurde und danach in Gruppenarbeiten die jeweiligen Forschungsergebnisse ausgetauscht wurden.

Manchmal schweiften die Schüler/innen dabei auch in andere verwandte Themenbereiche der Webprogrammierung ab, für die es zwar keine expliziten Arbeitsaufträge gegeben hatte, die aber so interessant waren, dass sie aus der Sicht der Schüler/innen auch unbedingt gelöst werden mussten. Und manchmal stellte sich heraus, dass der eine oder andere vermeintliche Umweg sogar einen Schlüssel für die Lösung des eigentlichen Problems liefern konnte.

Erschwerend kam nämlich dazu, dass die Schüler/innen ihre Lösungen nicht nur in einfachen HTML-Seiten darstellen wollten, sondern dazu auch dynamische Webseiten mit PHP- und Javascript-Komponenten verwendeten, für die jeweils eigene Spezialanpassungen im Quellcode notwendig wurden. Als schließlich auch MySQL-Datenbanken zum Einsatz kamen, mussten auch dabei spezielle Anpassungen vorgenommen werden, bis endlich zufriedenstellende Lösungen erreicht werden konnten.

Neben all den programmiertechnischen Details wurde es den Schüler/innen meist erst im Laufe der Arbeit so richtig bewusst, wieviele verschiedene Zeichen es in anderen Sprachen gibt und dass deren richtige Darstellung auf dynamischen Webseiten alles andere als trivial ist. Umso stolzer präsentierten sie aber danach ihre Arbeitsergebnisse und machten damit auch viele Kinder mit anderen Erstsprachen glücklich, als sie erstmals ihre Sprache(n) auf schulinternen Lernplattformen korrekt dargestellt entdeckten.

Beispiel für eine Webseite (Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon) mit vielen unterschiedlichen Zeichen:

Bildschirmfoto aus dem voXmi-Lexikon

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