Jahresschwerpunkt Mehrsprachigkeit und Beruf: Wie kann Mehrsprachigkeit in der Berufsorientierung mitgedacht werden?

Wieviele Sprachen werden in einzelnen Berufsbranchen benötigt? Z. B. in Pflegeberufen? Auf Baustellen? In einer Zahnarztpraxis oder in einem Kindergarten? Das voXmi Regionalgruppentreffen am 4. März 2020 im Amerlinggymnasium bot die Möglichkeit, Überlegungen dazu auszutauschen, wie Schüler/innen ihre Mehrsprachigkeit bei der Berufswahl und bei Bewerbungsverfahren gewinnbringend nutzen können.

Das College Hernals für Informatik und Berufsorientierung setzt u. a. auf Bewerbungstrainings als ein erfolgreiches Modell. Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Mehrsprachigkeit von Schüler/innen bei Bewerbungsgesprächen als besondere Stärke zu präsentieren und sichtbar zu machen. Wichtig ist dabei natürlich auch in der schulischen Arbeit eine Auseinandersetzungen mit den Anforderungen des jeweiligen Berufs an sprachliche Kenntnisse der Bewerber/innen.

Die Vorbereitung auf die Berufswahl beinhaltet dabei eine Reihe von Herausforderungen, denen Schule  begegnen muss. Wie können etwa junge Menschen gut dabei unterstützt werden, sich ihrer Mehrsprachigkeit als Chance und Ressource für eine zukünftige Berufslaufbahn bewusst zu werden? Wie kann man die eigene Mehrsprachigkeit gut bei einem Bewerbungsgespräch präsentieren? Worauf gilt es da zu achten? Wie können Qualifikationen in anderen Erstsprachen als Deutsch, die nicht im Fächerkanon österreichischer Schulen abgebildet sind, dokumentiert und nachgewiesen werden? Wie können auch Eltern dafür sensibilisiert werden, Mehrsprachigkeit als Chance für die Berufskarriere ihrer Kinder zu erkennen?

An voXmi-Schulen finden sich dazu durchaus unterschiedliche Antworten. Elternabende auf verschiedenen Sprachen, ein Paradigmenwechsel von Mehrsprachigkeit als Problem hin zu Mehrsprachigkeit als Chance, Kooperation mit Vertreter/innen der Wirtschaft und des AMS sind einige davon.

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